4. Ziele und Maßnahmen

Aufgrund der vorliegenden Ergebnisse der Untersuchungen können für das UG aus Sicht des Naturschutzes folgende Entwicklungsziele aufgestellt werden.

 

Linder

Wiederherstellung und Erhalt einer dynamischen alpinen Wildflusslandschaft im Graswangtal entsprechend den natürlichen geologischen und hydrologischen Verhältnissen. Wiederherstellung der ursprünglichen Auen- und Sedimentationsverhältnisse und Auendynamik auf großer Fläche unter Berücksichtigung der zu schützenden Objekte.

 

Weidmoos

Erhalt eines oligotrophen Überflutungsmoores mit stabilen Übergangsmoorbereichen. Schutz der Glazialrelikte.

 Wichtigste Forderungen und Maßnahmen sind:

 

Keine Eingriffe

  • Kein Kiesabbau oberhalb von Graswang. Keine weiteren Eingriffe durch Anlieger, Straßenbauamt und Wasserwirtschaftsamt ohne Abstimmung mit den Naturschutzbehörden und Durchführung von Ausgleichsmaßnahmen.
  • Die Renaturierung sollte der Eigendynamik des Flusses überlassen bleiben. Die natürliche Entwicklung im Lindersystem muss ungehindert stattfinden können. Die Aufweitung des Grießes durch Seitenerosion ist zuzulassen. 

 

Wasserbauliche Maßnahmen

  • Unterhalt auf das Notwendige beschränken, keine Ausbaumaßnahmen im System
  • Aus Gründen des Objektschutzes notwendig Querverbauungen sollten verbreitert werden. Dadurch wird der Rückstau und eine übermäßige Aufsedimentierung der Bereiche flussaufwärts dieser Bauwerke bei Hochwasser vermindert. Die Verschmälerung der Grießstrecken wird reduziert.
  • Kontrollierte Geschiebeentnahme vor Beginn des Linderkanals in Kombination mit Aufweitung des Grießes (Dämme versetzen), allerdings erst bei nachweislicher (Querprofile) Auflandung und Hochwassergefahr.
  • Erst nach Wiederherstellung der natürlichen Geschiebedynamik im Lindersystem verbunden mit Rückbau des Linderkanals ist eine Renaturierung der Ammer im Weidmoos ist als langfristiges Ziel anzustreben.

 

Flächenankauf

  • Ankauf von Flächen in der potentiellen Aue im Lindersystem durch Naturschutzverbände und das Landratsamt.
  • Flächenankauf im Rahmen des Ökokontos und im Rahmen von Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen.

 

Untersuchungen - Gesprächsrunden

  • Vegetationsentwicklung im Weidmoos ist zu dokumentieren (Dauerbeobachtung).
  • Gefährdungen der Infrastruktur in den Lindergrießen sind meist nach den Frühjahrshochwässern erkennbar. Es wäre empfehlenswert, einmal im Jahr eine Begehung des Lindergrießes mit Vertretern der UNB, des WWA und der Naturschutzverbände durchzuführen, um unkontrollierte Baumaßnahmen zu vermeiden bzw. um notwendige Unterhaltungsmaßnahmen abzustimmen.

 

<--- Übersicht "Potentiale für Wildflussdynamik an Linder und Ammer"

 

<--- 2. Naturkundliche Grundlagen


<--- 3. Ergebnisse (ausführlich)

 

<---  Ergebnisse-Kurzform

 

 

<--- Übersicht Ammer - der Fluss

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