Agrarwende muss das Anliegen der Bayerischen Staatsregierung werden

Foto: Ulle Dopheide
Foto: Ulle Dopheide

Mit einer Demonstration vor der Staatskanzlei in München haben sich heute, am 1. Juli 2020 und damit zum Beginn der Übernahme der EU-Ratspräsidentschaft mehrere bayerische Bauern-, Umwelt- und Tierschutzverbände an Ministerpräsident Markus Söder gewandt und eine Kehrtwende in der EU-Agrarpolitik gefordert. Dr. Norbert Schäffer hat als 1. Vorsitzender des LBV klare Wort gefunden, die deutlich machen, dass das Volksbegehren Artenvielfalt in der zukünftigen Agrarpolitik ihren Eingang finden muss. Die Zukunft der EU-Agrarpolitik dürfe nicht länger hauptsächlich von den agrarindustriell ausgerichteten Verbänden und Konzernen bestimmt werden, sondern müsse aufgrund ihrer Bedeutung für Umwelt, Klima und Arbeitsplatzsicherung im ländlichen Raum gesamtgesellschaftliche Anliegen wesentlich stärker als bisher berücksichtigen.  Öffentliche Steuergelder für gesamtgesellschaftliche Leistungen, so der Tenor.

 

 

Die anwesenden Verbände überreichten ihr Forderungspapier an den Vertreter der Staatskanzlei, Ludwig Wanner. Eine Delegation der demonstrierenden Verbände wurde kurzfristig zu einem Gespräch in die Staatskanzlei eingeladen.

Der Green Deal hat aufgezeigt, wie wichtig die Verbindung von Umwelt-, Agrarpolitik und Ernährungsstil ist.

Landwirtinnen und Landwirte müssen laut den teilnehmenden Verbänden dabei unterstützt werden, umweltfreundlich und klimaschonend wirtschaften zu können und tiergerechte Haltungssysteme aufbauen zu können. Anstatt Agrarrohstoffe und Lebensmittel für den Weltmarkt zu produzieren, muss die regionale Erzeugung und Vermarktung im Land Bayern im Vordergrund stehen. Bauern brauchen eine faire Entlohnung für ihre Produkte. Von der Gesellschaft gewollte Leistungen für Umwelt und Tierschutz müssen angemessen honoriert werden.